Gedanken von unseren Pfarrer:
Gedanken zum Frieden Am 25. Januar 1982 veröffentlichten der Ostberliner Kommunist und Chemiker Robert Havemann und der Pfarrer Rainer Eppelmann den „Berliner Appell“. Von der Regierung der DDR forderten sie angesichts des atomaren Wettrüstens: Frieden schaffen ohne Waffen! Klingt das 37 Jahre später weltfremd? Naiv? Die alten Römer scheinen viel aktueller: Si vis pacem, para bellum!, sagten sie, Wenn du Frieden willst, rüste zum Krieg! Wie finde ich Frieden? ... Bewaffnet (und sei es auch nur zur Abschreckung)? Nur ohne Waffen? Frieden jedenfalls ist ein Auftrag: Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen, sagt Jesus in der Bergpredigt (Matthäusevangelium Kapitel 5, Vers 9) und die Jahreslosung (Psalm 34, 15) fordert: Suche Frieden und jage ihm nach! Klingt fast so, als wäre der Friede auf der Flucht! … Und tatsächlich spüren wir gerade, wie flüchtig Frieden ist, und, wie schnell Frieden in Europa (mal wieder!) Geschichte sein könnte. Suche Frieden!, heißt es darum und: Jage ihm nach! Suchen aber braucht Zeit und Nachjagen strengt erst recht an. Däumchen drehen und zu warten, bis andere für mich Frieden gestiftet haben, genügt darum nicht. Es gibt keinen „faulen Frieden“! Über den genauen Weg zum Frieden kann und muss man sich streiten. Und womöglich haben beide Recht, sowohl Eppelmann und Havemann, als auch die alten Römer, je nachdem. Nur eins ist klar: Mit Faulheit gibt es keinen Frieden! Wenn Du Frieden willst, muss Du ihn suchen, bis Du ihn findest, und ihm nachjagen, bis Du ihn hast. Übrigens: Friede ist mehr als Waffenstillstand. Friede fängt in Dir an oder er beginnt gar nicht bei Dir. Die ganze Welt abrüsten, können wir nicht, aber unsere Worte abrüsten schon! Friede beginnt in Deinem Herzen und dann in Deiner Familie, in Deinem Haus, in Deiner Nachbarschaft und in Deiner Gemeinde, überall, wo Du bist Dort suche den Frieden und jage ihm nach, aber eben bitte keinen faulen Frieden
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