Gebet für den Frieden Allmächtiger und barmherziger Gott, du bist ein Gott des Friedens. Du hast uns eine Welt verheißen, in der Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden, in der Menschen nicht mehr lernen, Krieg zu führen, in der gilt: »Frieden schaffen ohne Waffen«.  In Jesus Christus hast du Frieden gestiftet. Sein Weg ist ein Weg der Sanftmut, der Gewaltlosigkeit und der Bereitschaft zur Versöhnung, bis hin zum Kreuz. Er ist unser Friede.  Gott, wir klagen dir Krieg und Terror in vielen Ländern dieser Erde. Wir klagen dir das Leid und die Gewalt, die Menschen erfahren. Wir klagen dir das sinnlose Sterben.  Gott, wir danken dir für mehr als sieben Jahrzehnte Frieden in unserem Land. Wir danken dir, dass mehrere Generationen Krieg nie erleben mussten. Wir danken dir für die Erfahrung der friedlichen Revolution, in der Veränderung ohne Gewalt möglich wurde.  Gott, wir bringen vor dich unsere Angst vor kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa. Wir bitten dich, dass die Verantwortlichen auf die Kraft des Dialogs und nicht auf die Sprache der Waffen setzen und der Wille zum Frieden stärker ist als Selbstbehauptung und Macht.  Gott, wir denken an die Menschen und vor allem auch an unsere Glaubensgeschwister im Baltikum und in Belarus, in Russland und der Ukraine. Wir sind einander im Glauben an dich verbunden. Mach uns zu Werkzeugen deines Friedens in dieser Zeit.  Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. Amen. Februar 2022
Seien Sie herzlich willkommen auf der Homepage der Evangelisch - Lutherischen Kirchgemeinde in Zöblitz. Auf diesen Seiten erhalten Einblicke in unser Glaubensleben und erfahren Interessantes zur Baugeschichte und Ausstattung der Zöblitzer Kirche. Wussten Sie zum Beispiel, dass ein berühmter Baumeister die Orgel angefertigt hat ? Nun wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf diesen Seiten, und würden uns freuen, Sie bei einer unserer vielfältigen Aktivitäten begrüßen zu dürfen.
Evangelisch-Lutherische                   Kirchgemeinde  Zöblitz Gottesdienste & Aktuelles Die Predigten der Gemeinde auch zum  Nachhören  auf
Mit dem Zusammenschluss unserer Kirchgemeinde mit Lauterbach wurde eine gemeinsame Homepage, www.heilandskirchgemeinde.de erschaffen, auf der man alle Infos und Termine unserer beider Kirchgemeinden findet.
GEISTLICHES WORT Warum beten? Schon lange vor der Reichsgründung durch Otto von Bismarck gab es die internationale Allianzgebetswoche. Morgen beginnt sie wieder, zum 176. Mal. Aus unterschiedlichen Kirchen kommen wir zum Beten zusammen, diesmal unter dem Motto: „Der Sabbat – Leben nach Gottes Rhythmus“. Wozu aber beten? Ist das nicht eher so eine „aussterbende Kulturtechnik“, ähnlich dem Klöppeln? Beides wird ja oft bewundert, aber viel zu selten erlernt und praktiziert, denn wirtschaftlich ist es nicht nötig. Kennen Sie Anton Günthers Worte über sein Vaterhaus, „dort wu mei Mutter mir als Kind is Baten hot gelehrt“? Heute kenne ich kaum Kinder, die bei ihren Eltern beten lernen (können). Ist Beten also tatsächlich eine aussterbende, nicht mehr nötige Kulturtechnik? Im Gegenteil. Es ist notwendig, gerade weil es wirtschaftlich unnötig ist, so wie eben auch der Sabbat, an dem sich die Allianzgebetswoche in diesem Jahr orientiert: Am Sabbat ist praktizierenden Juden jede Form der Arbeit verboten. Volkswirtschaftlich ist das vielleicht unverständlich, aber für Menschen ist dieser regelmäßige Ruhetag ein Segen. Der Begriff Sabbat taucht übrigens das erste Mal in der Bibel unmittelbar nach der Befreiung Israels aus der Sklaverei auf (2. Mose 16, 23). Das ist kein Zufall. Denn die ehemaligen Sklaven sollen ihre Freiheit und Würde weder vergessen noch verlieren. In Ägypten waren sie ja als Sklaven nur so lange etwas wert, wie sie arbeiten konnten. Jeder Sklave galt nur als ein Werkzeug mit Hirn. Für Werkzeuge aber gilt bis heute: Wenn eine Reparatur sich nicht lohnt, schmeißt man sie auf den Müll. Darum soll Israel wöchentlich den arbeitsfreien Sabbat halten, um nie zu vergessen: Auch ohne Arbeit, auch ohne Leistungskraft, auch krank, kaputt, arm oder arbeitslos ist jeder Mensch wertvoll, hat jeder Würde und Wert. Eigentlich beginnt Gottes Idee mit dem Sabbats schon mit der Erschaffung der Welt. Denn ganz am Anfang der Bibel lese ich in der Schöpfungsgeschichte, dass Gott den siebenten Tag segnete und heiligte, weil er an ihm von allen seinen Werken „ruhte“. Hebräisch klingt hier das Wort für den „Sabbat“ durch (1. Mose 2,3). Das heißt also: Wir sollen wie Gott regelmäßig von unserer Arbeit ruhen und auf diese Weise Gott nachahmen. Denn wir sind keine Sklaven: Gott schuf uns frei. Wir sollen frei leben und andere frei leben lassen. Wenn wir aber den Wert eines Menschen von Arbeitskraft oder Gesundheit abhängig machen, wird ein Rentner zum alten Eisen degradiert und ein Arbeiter zum Werkzeug. Menschen sind keine Werkzeuge! Wir sind Gottes Kinder! Darum entdecke für Dich den unnötigen Ruhetag. Verplempere ihn nicht im grauen Einerlei! Mach‘s wie Gott, segne den Tag und ruhe. Halte ihn frei. Das wird nicht immer möglich sein, aber damit wir nicht zu Sklaven unseres Alltags werden, hat Gott gab Gott uns eigentlich unnötige, aber tatsächlich notwendige Dinge wie den wöchentlichen Ruhetag und das Gebet. Denn wir sollen frei als Kinder Gottes leben und frei werden wie Gott im „ Leben nach Gottes Rhythmus“. Unser Autor ist Pfarrer der Evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Zöblitz Von Wolfram Rohloff
Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. (Joh 6,37)